Märchenstunde

Märchenpodcast mit Max Winde & Björn Grau

Immer, wenn wir mal Lust & Zeit haben, setzen wir uns zusammen, und lesen gemeinsam Märchen.

Und wenn wir nicht gestorben sind, dann lesen wir bestimmt bald mal wieder…

Es war einmal im tiefen Winter, als wir von Sabria David (MärchenstundenhörerInnen bekannt von Folge 13) gefragt wurden, ob wir nicht zum 200-jährigen Jubiläum der Erstausgabe der Grimmschen Märchen Lust hätten, mit ihr gemeinsam über schaurige und zensierte Märchen auf der re:publica zu sprechen. Wir hatten. Und wir haben die Lust in die Tat umgesetzt und am Abend des 02.05. die re:publica mit Blut, Wurst, Beil, Mord, Totschlag und Menschenfresserei angereichert. Vortrag, Performance und Märchenstunde in einem: Splatter in der Spinnstube. Von Sabria David, mit ihr und uns.

Das ganze beginnt höchst informativ mit einer beinahe akademischen Einleitung von Sabria, wird dann etwas aktionskünstlerisch (was in der Aufnahme vielleicht nicht ganz rüberkommt) und endet dann noch mehr als sonst im assoziativen Chaos.

Wer also keine Angst vor Ekel und Wirrwarr hat, hier die Tondoku unseres Auftritts:

Wir lesen “Die Schwiegermutter” (bevor das in den Kommentaren ausgewalzt wird: Wir haben im Eifer des Gefechts Schwieger- und Stiefmutter beim drüber reden verwechselt.) und “Wie Kinder Schlachtens miteinander gespielt haben“. Beide nach der Erstauflage, weil sie danach der Zensur zum Opfer fielen (und ja, wir würden es kleinen Kindern auch nicht unbedingt vorlesen).

Das Bild oben stammt von Franco Rabazzo und wurde unter CC-BY-NC-SA-Lizenz 2.0 veröffentlicht.

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Nr. 20: Die Gänsemagd

April 22nd, 2012

Wenn Ihr in dieser Folge ungefähr 20 Minuten erfahren habt, wie wir versuchen, anzufangen, lesen wir dann auch wirklich die Gänsemagd, ein hochgradig spannendes Märchen, welches uns Kathrin aka @ihdl vorgeschlagen hat. Danke dafür!

Ein Märchen voller Magie, Blut, Splatter, teilemanzipierten (aber dennoch sehr schicksalsergebenen) Prinzessinnen, übergriffigen Buben, sherlock-esken Königen mit Mini-Reichen, grausamen Foltermethoden und unseren üblichen Nebenexkursen. Diesmal u.a. mit dabei: Bürgerliche Moral vs. Unterhaltungspotential von Gewalt, verwirrende Personalpronomen, Anagramme, Powerups und Extraleben, Slutwalks, Max’ Kindheit im Kachelofen und die erste Elisabeth auf dem britischen Thron.

Wie fast immer lesen wir auch die Gänsemagd nach der Erstauflage.

Verbraucherhinweis 1: Noch mehr Blut, Gewalt und Totschlag in Märchen präsentieren wir mit und auf Einladung von Sabria David am Abend des 02. Mai auf der re:publica 2012: Splatter in der Spinnstube!

Verbraucherhinweis 2: Am 08. April waren Märchenvorschlagerin Kathrin, unser langjähriger Podcastgastgeber Tim und weitere im Radio, um über Podcasts zu reden. Wir finden auch Erwähnung (Nochmal Danke), was der Qualität der Sendung gar nicht weh tut. Hört mal rein!

Das Bild ist von Diana Thorold und steht unter by-nc-sa-Creative Commons-Lizenz

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Diese Folge der Märchenstunde ist ein Mashup zusammen mit Wir müssen reden, dem Podcast von mspro und mir. Denn endlich, endlich haben wir eigenes Aufnahmeequipment, was uns die Terminsuche hoffentlich deutlich erleichtert.

Das Märchen ist, auch das mal was neues, kein Grimmsches, sondern Hans Christian Andersens “Des Kaisers neue Kleider“.

Das Foto stammt von sethoscope und steht unter der CC-BY-SA 2.0 Creative Commons License.

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Nr. 18: Schneewittchen

February 9th, 2012

In der 18. Märchenstunde lesen wir auf Anregung unserer Hörerin Indra “Schneewittchen“. Dieses unglaublich perverse Stück Literatur steckt nicht nur voller Bezüge zu griechischer und nordischer Mythologie, mittelalterlichen Ritterromanen und irgendwie auch zu Schiller. Das alles führt unter anderem zu einem Exkurs über Politik und Schönheit. Nebenbei assoziieren wir zu Bondage (sind wir aber zu verklemmt für), dem Saarland, Quentin Tarantino, Julia Roberts, Christine Lagarde, Marina Weisband, Ansgar Heveling, schwachen Verben und so fort. Natürlich auch wieder mit den Märchenstundendauerbrennern Kopie, Zensur und Moral.

Wie allermeist lesen wir das Märchen nach der ersten Auflage der Grimmschen Sammlung.

Zwischendurch bitten wir die geneigten Hörerinnen und Hörer um flattr-Spenden, mit deren Hilfe wir uns eigene Studiotechnik für uns und den Wirmüssenreden-Podcast leisten wollen. Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Das Foto ist von salliyi und steht unter cc-by-sa-Lizenz

Vielen Dank fürs flattrn!

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Nr. 17: Hans im Glück

December 11th, 2011

Auf Wunsch von Max’ Tante Dorle, die diesmal bei uns zu Gast ist und unser intelektuelles Niveau massiv gehoben hat (Danke!), lesen wir Hans im Glück. Dabei lernen wir, was Nutztiere kosten (und das im Prinzip jedes Tier im Internet zu bestellen ist), wie schwer ein kopfgroßer Klumpen Gold ist und für was Wolfram alpha so gut ist.

Weiter reden wir über das Dasein als Handwerksgeselle im 19. Jahrhundert, über lecker Fleisch, Utilitarismus, Marcuse, das Matthäus-Evangelium und noch viel mehr.

Nebenbei haben unsere Live-Hörer uns mehrfach genial beim Recherchieren geholfen. Deshalb hier herzlichen Dank an Commander Taggart, antonioinota, frakturfreak und s_ratzfatz.

Wir lesen das Märchen nach der zweiten Auflage der Grimmschen Märchen, was für das Märchen aber die erste es, weil es in der ersten nicht drin steht.

Das Bild vom Stuttgarter Hans-im-Glück-Brunnen ist von baba_1967 und wurde unter cc-by-nc-sa veröffentlicht.

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Nr. 16: Die Sternthaler

October 8th, 2011

Auf Anregung von @der_gegenwart lesen wir passend zum Sternschnuppenregen am Aufnahmetag heute das sehr sehr kurze Märchen “Die Sternthaler”. Dabei durchkämmen wir brisante Themen wie Armut, Ackerbau, Atheismus und Agnostizismus und stellen fest, dass uns Selbstaufgabe nicht so gut gefällt.
Das Thema Selbstaufgabe führt uns dann auch noch zu einigen Überlegungen zum Wirken von Steve Jobs und den Vor- und Nachteilen von freien und unfreien Gütern (vor allem Software).

Wir lesen das Märchen nach der Ausgabe letzter Hand.

“Perseus and Perseid Meteor” ist ein Foto von Dominic Alves und ist unter cc-by-Lizenz veröffentlicht.

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Nr. 15: Allerlei-Rauh

July 20th, 2011

Auf Wunsch von Lilly lesen wir heute Allerlei-Rauh und bringen uns dabei gleich ordentlich in die Bredouille, weil wir wie immer die Urfassung lesen, die nicht unserer Sexualmoral entspricht.
Dank Live-Reaktion von Meta_Blum merken wir dann aber doch, dass all unsere Verstörung durch clevere redaktionelle Bearbeitung durch die Grimms aufgelöst werden kann. Soviel sei verraten: Falls ihr auf die Idee kommen solltet, das Märchen Minderjährigen zur Erbauung vorzulesen, verzichtet auf die Urfassung.
Nebenbei klären wir auch noch, was eine Haspel ist und also, was “verhaspeln” eigentlich bedeutet.

Das goldene Auge ist von dreamglowpumpkincat210 und steht unter cc-by-Lizenz.

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Die wunderliche Gasterei ist ein kurzes Märchen. Deshalb haben wir noch mehr drumherum geredet als sonst. Über Kindheit in Schwaben und der DDR, über Drogen, Brotrezepte, Brei, Remixe, Offene Daten und Teenager, die in Kellern hausen. Alles wird gut. Guten Appetit.

Wir lesen “Die wunderliche Gasterei” nach der Erstauflage der Grimmschen Märchensammlung (blieb auch nicht viel anderes übrig, da es nur in der ersten und zweiten vorkommt).

Wurstwarenillustration von fraencko (cc by-nc-sa)

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Nr. 13: Rapunzel

March 24th, 2011

Nach langer Pause wieder eine Märchenstunde und dieses mal mit der bezaubernden Sabria David (text-raum, slow media, @meta_blum), die sich schon länger mit Märchen und Internet beschäftigt.

Mit soviel Kompetenz an unserer Seite reden wir dieses Mal über suchtkranke Mütter, verantwortungslose Väter, ambivalente Zauberinnen, Feldsalatrezepte, Zensur durch Germanisten, Kontrollverluste, Fortpflanzung und Liebe.
Und zum Schluss der überlangen Stunde erklärt uns Max, wie er Märchen zu Programmcode machte, um sie zu vergleichen.

Wir lesen Rapunzel im Prinzip nach der siebten Auflage der Grimmschen Märchensammlung.

Rapunzelbild von cathepsut (cc by-nc-sa)

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Stammleserinnen und -leser wissen es: so eine Märchenstunde besteht nicht nur aus Biertrinken, Googlefanboytum und pubertären Pornoanspielungen. Wer also die ersten 153 Minuten tapfer durchhört, erfährt in kompakten 26,5 Sekunden noch allerlei über griechische Mythologie, echte Bibliotheken mit echten alten Büchern, schon wieder Aufregung über total bescheuert unlogische Märchen, wie bei uns so langsam nach zwei Jahren die Erkenntnis durchsickert, das Erstauflage nicht zwingend Bestauflage im qualitativen Sinn meint, wir dann ergebnislos drüber diskutieren, ob deshalb die Bearbeitung von Märchen durch Germanisten zu bewerten ist und am Ende, wie Max eine wunderschöne Projektidee entwickelt, die Ihr bitte ganz doll unterstützt, und ihn motiviert, damit sie bald Wirklichkeit wird.

All dies und noch viel mehr in der zwölften Ausgabe unserer kuscheligen Märchenstunde, dieses Mal mit “Von dem Teufel mit den drei goldenen Haaren”, gelesen nach der ersten und zum Glück auch ein bisschen nach der letzten Auflage. Wieder einmal produziert bei Tim in der Metaebene (Danke mal wieder!).

Unkenbild (aus Märchengründen) von furryscaly.

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