
Neulich habe ich mich wieder mit Björn Grau zusammengesetzt, um ein weiteres Märchen zu lesen. Diesmal, auf Wunsch von Felix, den Froschkönig.
Gemeinsam erschaudern wir über die – aus unserer Sicht – einzige Interpretationsmöglichkeit dieses Märchens und kommen zu dem Schluss: don’t read this with your kids!
Für alle unter euch, die ein unverwüstliches Gemüt haben aber: Viel Spaß!
Märchenstunde 2: Der Froschkönig
Dieser Podcast erschien ursprünglich auf Spreeblick, wo auch die Kommentare zu finden sind.
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Ich bin dank eurer WMR/MS-Doppelsendung erst auf die Märchenstunde gekommen und bin echt begeistert. Und die Interpretation als Bondage-Fetisch-Anleitung öffnet mir jetzt komplett die Augen. Mann könnte auch noch weiter Interpretieren, das die Goldene Kugel die vom Frosch im Mund gebracht wird diese Kugel sein könnte, die Sexsklaven gerne mal zum schweigen im Mundhaben … Die Zeiten damals (da ist es wieder) waren schon echt versaut, oder ums anders zusagen, offen für alles (besondere Spielarten müssen ja nicht krank sein).
Aber noch eine kurze Anmerkung zum Heinrich. Das ist in dem Fall wohl eher nicht als Name gemeint (wäre ja auch merkwürdig, dass er der einzige mit Namen wäre) sondern als Berufsbezeichnung, siehe Wikipedia (Hein = Heim, rich sowas wie herr, also der Hausherr, oder hier eher Hausdiener, vielleicht sogar Leibeigener ? Irgendwie muss ich gerade an das schwarze “Latex-Ding” aus Pulp Fiktion denken)
derdiedie
February 28th, 2012
Ich habe eine eigene Theorie zu der Frage, ob der Frosch geküsst oder an die Wand geworfen wird:
Der Frosch stellt ja allerlei Forderungen. Und so fordert er im Bett: “Küss mich, ich bin ein verzauberter Prinz!” (Den Spruch kennt man doch!) Daraufhin klatscht die Prinzessin ihn empört an die Wand.
Wenn eine Freundin von mir über ihren blöden Mann/Freund klagt, dann sage ich immer: “Frösche werden nicht durch’s Küssen zum Prinzen, sondern wenn sie an die Wand geklatscht werden.” Das heißt im Klartext: Lass dir nicht alles gefallen, sondern wehr dich mal!
Der Froschkönig ist übrigens das erste Märchen, das ich meinem dreijährigen Kind erzählt habe. aber ich erzähle es etwas abgewandelt und nutze es gleich als Gesprächsgrundlage: “Was würdest Du machen, wenn dein Spielzeug in den Brunnen fällt?” Man kann ja auch die Hilfe des Froschs ablehnen und Papa holen oder einen anderen Deal anbieten, z.B. als Belohnung einen Kuchen backen oder so.
Ich bin schon sehr gespannt, wie das nächste Märchen ist. Den Fundevogel kenne ich nämlich noch gar nicht.
Viele Grüße,
Henriette
Henriette
March 2nd, 2012