Nr. 9: Rumpelstilzchen

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Wieder mal ein Beispiel für die Schönheit der Erinnerung und die fahle Farbe der Aktualisierung. In unseren Kindertagen war das Rumpelstilzchen spannender. Deshalb der dringende Rat an die Nostalgiker unter den Freunden jähzorniger Gnome: Hört diesen Podcast nicht an!

Allen anderen bieten wir ein paar wenige ernsthafte Gedanken über die Strategien und Strukturen von Märchen sowie bemühte Analogien zu PostPrivacy, Griechenlandkrise, Aschewolke und so aktuellem Zeug. Trostpflaster für NRW-CDUler: Dieser Podcast ist garantiert wahlfrei.

Märchenstunde 9: Rumpelstilzchen

Foto von valeblos

Ein Gedanke zu „Nr. 9: Rumpelstilzchen

  1. Rosh

    Was ich an diesem Märchen besonders interessant finde ist, dass Rumpelstilzchen, als die Königin seinen Namen nennt, in meiner Version ruft: “Das hat dir der Teufel gesagt!”
    Tatsächlich trug kein Bote, sondern ein Jäger ihr den richtigen Namen zu. Und der Jäger gilt in der christlich-nachretouchierten Mythologie ja gerne mal als die Verkörperung des Teufels, sprich: Der Teufel verkleidet sich als Jäger, um allerhand Böses anzurichten, z.B. den Leuten ihre Seele abzuluxen.

    Nachdem die Teufelsdarstellungen nur zu gerne benutzt wurden, um heidnische Gestalten als böse zu brandmarken, könnte der Jäger also der helfende Geist sein, der dem verlangenden Geist Rumpelstilzchen entgegengestellt wird.
    Oder es bot sich einfach an, weil es logisch ist, dass ein Jäger den Wald durchstreift und dabei zufällig auf des Stilzchens Zuhause stößt, zumindest logischer als ein Bote.
    Oder es war tatsächlich der verkleidete Teufel und die arme Königin hat den nächsten miesen Deal abgeschlossen.

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