Nr. 14: Die wunderliche Gasterei

Die wunderliche Gasterei ist ein kurzes Märchen. Deshalb haben wir noch mehr drumherum geredet als sonst. Über Kindheit in Schwaben und der DDR, über Drogen, Brotrezepte, Brei, Remixe, Offene Daten und Teenager, die in Kellern hausen. Alles wird gut. Guten Appetit.

Wir lesen “Die wunderliche Gasterei” nach der Erstauflage der Grimmschen Märchensammlung (blieb auch nicht viel anderes übrig, da es nur in der ersten und zweiten vorkommt).

Wurstwarenillustration von fraencko (cc by-nc-sa)

9 Gedanken zu „Nr. 14: Die wunderliche Gasterei

  1. kraeuterzucker

    Sehr merkwürdiges Märchenwerk. Irgendwo zwischen komisch und verstörend.
    Trotzdem finde ich solltet ihr bei einem kurzen Märchen die Sendung nicht künstlich strecken, für das ganze allgemeinblubb greife ich gerne auf eure anderen Podcasts zurück.

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  2. Simon Pfirsich

    Ja, endlich! “Die wunderliche Gasterei” hab ich mir ja schon in den Kommentaren zur zweiten Märchenstunde gewünscht.

    Sehr schön auch ist auch “Wie Kinder Schlachtens miteinander gespielt haben” (das hat die erste Ausgabe nicht überlebt) und “Gevatter Tod” (hier gäbe es viel zu interpretieren und es wird ausdrücklich religiös).

    Zu “Hätt ich dich, so wollt ich dich!”:
    Eigentlich war eure Idee doch ganz gut, dass es eigentlich “Wollt ich dich, so hätt ich dich.” heißen müsste, als Ausdruck dafür, das die Blutwurst die Macht über die Leberwurst hat. Der verdrehte Ausspruch im Märchen ist dann vielleicht ein Zeichen für die Erkenntnis der Blutwurst, dass die Leberwurst ihrer Macht entflohen ist.

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  3. krawala

    ich würds ja gerne hören … aber irgendwas leitet mich , nach aktivieren des flashplayers, automatisch nach flickr um … das gehört doch nicht so oder ?

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  4. Max Winde

    @krawala: nein, ganz sicher nicht. Und darum habe ich das jetzt auch repariert. Vielen Dank für den Hinweis & entschuldige bitte für die Unannehmlichkeiten.

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  5. krawala

    ach gott… unannehmlichkeiten … in keinster weise 😀
    ma nit so förmlich hier 😉
    aber danke fürs fixen … nu kann ichs gleich hören 🙂 *froi*

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  6. dielilly

    ich fand das ja sehr verstörend. und gleichzeitig amüsant.

    was haltet ihr denn von “allerleirauh”? ich denk das würde sich fantastisch für die märchenstunde eignen… und ist auch komplett blutwurstfrei 🙂

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  7. Jürgen

    Mich wundert es nicht, dass das Märchen rausgeflogen ist. Man hätte es sicher genauso aufräumen können wie einige andere aber dann wäre es sicher nicht mehr kindertauglich gewesen. Die Idee die dahintersteht finde ich aber gut und durch die Kürze wird der Gruseleffekt noch weiter verstärkt. Eine Umsetzung als Kurzfilm wäre doch mal ein Projekt für Filmstudenten.

    Ein Ich-Erzähler kommt übrigens am Ende von Hänsel und Gretel in ab der 4. Auflage auch vor. Da waren die Gebrüder wohl auch etwas angeheitert, als sie dies mit aufnahmen. Das Ende von Hänsel und Gretel war sogar mal eine ziemlich teure Frage bei “Wer wird Millionär?’.

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  8. Rupanzel

    Ich hab das (in verkürzter Form) schonmal an Max getweetet, poste es aber für zukünftige Hörer nochmal hier:

    “Ich wollt’ sie/ihn/dich” oder auch “Ich könnt’ sie/ihn/dich” ist in Hessen häufiger als Fluch zu hören. Das was man eigentlich “will” odr “könnte” wird ausgelassen, es ist aber impliziert, dass es sich um Mord oder zumindest schwere Körperverletzung handelt. Ob die Auslassung der Zensur dient oder die Zuhörer dadurch dazu angeregt werden sollen sich selbst möglichst kreative Gewalttaten auszudenken, kann ich nicht sagen.

    Klarer wird das in anderen Version des Märchens: In “Des Lewwerwerschtsche und des Blutwerschtsche” oder “Frau Leberwurst und Frau Blutwurst”, die ausführlicher und (soweit man das bei diesem Märchen sagen kann) “schöner” erzählt sind, lautet der Ausruf nämlich “Hätt’ ich dich, so wollt’ ich dich! Mit dem Messer! Verstehst du mich?”

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